Schulcampus

 

"Die beste Bildung & Betreuung für unsere Zukunft!"
(Hans-Jürgen Kiefer)


Ende März haben wir auf einer Informationsveranstaltung unsere Haltung zur Schullandschaft in Oberkirch öffentlich kommuniziert. "Wir stehen vor wichtigen Weichenstellungen unserer Schullandschaft für die kommenden 40 Jahre", so unser Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Kiefern. Wir sind für den Neubau der Johann-Wölfflin-Schule beim Standort des Hans-Furler-Gymnasiums.

Sowohl für die Johann-Wölfflin-Grundschule als auch für das Hans-Furler-Gymnasium stehen bauliche Maßnahmen an, die vor allem im Hinblick  auf die Finanzierung Sorgen bereiten und das unabhängig von der Standortfrage. Oberste Priorität der Johann-Wölfflin-Grundschule hat dabei, dass sie angesichts veränderter pädagogischer Anforderungen und  Aufgaben die neuesten Lern- und Unterrichtsformen ermöglichen muss.  Die Machbarkeitsstudie, die dem Gemeinderat vorliegt, zeigt auf, dass  dies an beiden Standorten möglich ist – sowohl auf dem bisherigen Gelände zwischen Schwarzwald- und August-Ganther-Straße als auch auf  einer Fläche im Bereich des Hans-Furler-Gymnasiums.  

Wir haben viele Gründe, die für den neuen Standort sprechen:

  • Ein Neubau am bisherigen Platz bedeutet eine mehrjährige Baustelle, bei laufendem Schulbetrieb: mit Lärm, weniger Pausenhof und zusätzlichem Verkehr. Bei einem Neubau auf dem HFG-Areal kann das jetzige Grundschulgebäude an der Schwarzwaldstraße mit seiner noch guten Bausubstanz erhalten bleiben  und weiter genutzt werden, beispielsweise durch die Nutzer des Kasinos in der Straßburger Straße.
  • Die Nutzfläche beider Gebäude ist nahezu  identisch. Auf die dringend notwendige Sanierung des Kasinos könnte verzichtet werden, das Gebäude abgerissen und das Gelände dem Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt werden – beispielsweise der Städtischen Baugesellschaft für den Bau von Mehrfamilienhäusern im sozialen Wohnungsbau.
  • Auf dem bisherigen Grundschulgelände kann durch den Abriss der  Pavillons ein Areal von 2000 bis 2500 Quadratmetern für städtebauliche  Entwicklungen nutzbar gemacht werden. Denkbar wäre hier zur Stärkung  der Innenstadt eine Überplanung als Parkfläche, aber auch unter dem  Begriff »Nachverdichtung« eine Wohnbebauung, möglicherweise auch  eine Kombination aus beidem. Auf ein kostenintensives und schwer  umsetzbares Rewe-Parkdeck kann dann höchstwahrscheinlich verzichtet werden.

Ein weiterer Vorteil eines neuen Grundschulgebäudes beim HFG sind die »optimalen Verhältnisse aufgrund der dort schon  vorhandenen Einrichtungen wie Forum, Sporthalle, Bolzplatz,  Kletterwand und Renchtal-Stadion«.

Wir möchten aber auch die Nachteile für diesen von uns favorisierten Standort nicht verschweigen. Zum Einen haben wir die Erschließungsproblematik durch das  zusätzliche Verkehrsaufkommen in der Butschbacher Straße. Langfristig kann eine Entlastungsstraße von der Raiffeisenstraße her eine Lösung  sein.  Eine kurz- bis mittelfristige Maßnahme, zumindest als  Zwischenlösung, wäre die Anlegung eines Fußweges entlang der Tennishalle mit anschließender Fußgängerbrücke über die Rench. Hier stünden im Bereich Stadion und Hartplatz auch genug Parkfläche für einen stressfreien Bring- und Holverkehr zur Verfügung.

Über einen ggfls. neuen Standort für die Räumlichkeiten und Plätze des Hundesportvereins muss zu gegebener Zeit mit allen Beteiligten gesprochen und eine akzeptable Lösung gefunden werden.

Der jetzige Standort in der Stadtmitte hat für einen großen  Teil der  Kinder den Vorteil der fußläufigen Erreichbarkeit. Allerdings zeigt sich auch hier vor Beginn und nach Ende des Unterrichts, dass der motorisierte Bring- und Holverkehr doch relativ hoch ist.

Es gibt keine perfekte Lösung, da sich die Betroffenheit bei einer Verlagerung natürlich  verschieben wird. Die südlichen Stadtteile werden dabei mehr profitieren  als vorher, wobei dort in den nächsten Jahren über 100 neue Wohnungen  entstehen werden.

Eventuelle Mehrkosten bei einer Verlagerung stehen Einnahmen durch einen möglichen Verkauf des Pavillon­areals und dem Verkauf des  Kasinogrundstückes gegenüber. Auch werde eine  millionenschwere Sanierung des Kasinos überflüssig.

Wir sind für einen Neubau der  Johann-Wölfflin-Grundschule. Nur so ist die bestmögliche Raumplanung für einen modernen und pädagogisch wertvollen Unterricht zu schaffen.  Nach Bewertung und Gewichtung der Vor-und  Nachteile ist für uns aber die Verlagerung an einen neuen Standort am  HFG die bessere Lösung.

 

Termine

21.10.2019, 18:00 Uhr - 22:00 Uhr
öffentlich
Gemeinderat - Sitzung
Ratsaal im Rathaus Oberkirch

31.10.2019, 19:30 Uhr - 23:30 Uhr
nicht öffentlich
Fraktionssitzung
Sitzungszimmer im Rathaus Oberkirch

04.11.2019, 18:00 Uhr - 22:00 Uhr
öffentlich
Gemeinderat - Sitzung
Ratsaal im Rathaus Oberkirch

 

Die Zukunft wird nicht gemeistert von denen, die am Vergangenen kleben.

(Willy Brandt)