Bürgerbeteiligung

 

"Bürgernähe & Bürgerbeteiligung dürfen keine hohlen Phrasen sein!"

(Saskia Ganter)

 

Gleich zu Beginn: Oberkirch wird von mehr Bürgerbeteiligung profitieren!

Man kann sich lange darüber streiten und den Kopf zerbrechen, warum - zumindest gefühlt - immer weniger Menschen bereit sind, sich in der Kommunalpolitik oder der Mitgestaltung ihrer Stadt zu engagieren. Genauso über den Umstand, dass sich Diskussionen und Unmutsbekundungen verstärkt in die vermeintlich geschützten Räume der sogenannten "sozialen Medien" verlagern. Oder über die Tatsache, dass die Menschen immer mehr und mehr erwarten, Informationen müssten zu Ihnen gebracht werden und sie sich diese nicht mehr in dem Umfang selbst holen, wie das noch früher der Fall gewesen sein mag. Was für die große internationale Politik und Nachrichtenwelt gilt, hat längst auch Einfluss auf Kommune und das eigene Leben vor Ort.

 

 

Die Informationsbeschaffung - gerade bei den jüngeren Generationen - verläuft nicht mehr nur über Zeitung, Radio und Tagesschau. Diese findet oftmals ausschließlich onlien statt. Man nimmt sich nicht mehr die Zeit, sich in einer Partei zu engagieren und dort eine politische Heimat zu finden. Das heißt aber nicht, dass die Menschen zwangsläufig unpolitischer oder gar fauler sind, als früher. Man überlegt sich einfach nur genau, wofür man seine persönlichen Ressourcen einsetzt. Die wenige Zeit, die einem neben dem eigenen täglichen Leben belibt, verteilt man nicht mehr nur an eine Partei, bei der man mit einigen Punkten nicht einverstanden ist. Man fokussiert sich auf einzelne Projekte. 

Projekte, die einem am Herzen leigen und dann ist man dafür, eine bestimmte Zeit lang, voll und ganz - mit Herzblut - bei der Sache.

 

Vollkommen egal, ob man diesem Trend positiv, neutral oder negativ gegenübersteht: Kommunalpolitik und Stadt müssen sich endlich darauf einstellen und dieser "neuen Zeit" Rechnung tragen.

 

Die Frage steht im Raum: "Wissen Gemeinderat und Stadt überhaupt, was die Bürgerinnen und Bürger im Städle wollen und was sie bewegt?" Das Gefühl vieler, dass sich eh nichts änder und "die da im Gemeinderat doch eh nur machen, was sie wollen - wenn sie denn überhaupt etwas machen." kommt nicht von ungefähr. Das ist aber kein Weltuntergang - man msus nur damit umgehen und entsprechend handeln.

 

Ich möchte, dass die Oberkircher Bürgerinnen und Bürger mehr gehört werden, Plattformen des Austauschs und der Diskussion erhalten, dass wir uns beteiligen können - ohne große Hürden. Wenn man sich verstanden, gehört und ernst genommen fühlt, dann ist man auch bereit, sich mehr und mehr einzubringen.

 

Möglichkeiten gibt es viele, warum nicht einfach mal ausprobieren? Versuch macht klug - und was hat Oberkirch denn zu verlieren?

 

  • Bürgerforum - online & offline
    • Online-Plattform - und sei es für den Beginn eine moderierte facebook-Gruppe - auf der über aktuelle Themen & Hintergründe zeitnah informiert wird oder Themen zur Diskussion gestellt werden. Eine Plattform, auf der sich jeder beteiligen kann, der es gerne möchte
    • Gesprächsmöglichkeiten und Chats mit gewählten Gemeinderäten, Bürgermeister und Oberbürgermeister, Parteienvertretern
    • Eine interaktive Landkarte, auf der Bürger Missstände, Wünsche und Anregungen markieren können, bspw. ein zugewachsenes Straßenschild, eine erwünschte Parkbankd oder oder oder
    • Ideenpool für Vorschläge, Wünsche, Ärgernisse der Bürgerinnen & Bürger
    • Oben genannte Punkte auch außerhalb des Internets, in Form von regelmäßigen Bürgersprechstunden. Wie wäre es mit einem "Fraktionenbüro"? Ein Raum oder Ladenlokal, der allen Fraktionen gemeinsam zur Verfügung gestellt wird, um dort regelmäßige Aktionen für Bürger anbieten zu können
    • Umfragen zu Themen gemeinsam bündeln, nicht nur von einer Fraktion oder Partei - gemeinsam in der Positionsfindung an einem Strang mit dem Bürger zusammen ziehen - auch wenn am Ende die Parteien zu unterschiedlichen Lösungsansätzen kommen

Wir brauchen einfach zugängliche, transparente und moderne Möglichkeiten, auch Menschen außerhalb des gewählten Gemeinderats einbinden zu können!