Rückblick 2015

Thema Halle muss bald vom Eis

Thema Halle muss bald vom Eis

SPD will Prioritätenliste für Aufgaben erstellen

Die Investitionen der kommenden zehn bis zwölf Jahre kalkuliert die SPD mit bis zu 40 Millionen Euro. Eine Kernfrage blieb noch offen: Kommt die Bottenauer Halle mit oder ohne sportliche Nutzung.

Oberkirch (m). In der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins standen vergangene Woche Berichte aus Stadt- und Ortschaftsrat sowie die Wahl von Delegier­ten für die Wahlkreiskonfe­renz auf dem Programm. Da­bei wurden Petra und Heinz Fischer, Wolfgang Lacher­bauer, Britta Jung und Birgit Welle gewählt, zu Ersatzde­legierten Wolfgang Ducksch, Hans-Jürgen Kiefer, Gerd Schwarz, Ursula Kappler und Marie-Anne Lacherbauer. Im Bericht aus dem Ge­meinderat ging der Frakti­onsvorsitzende Hans-Jürgen Kiefer zunächst auf den Bau einer Halle in Bottenau ein. Die Fraktion werde sich in ei­ner Sondersitzung mit dem Thema beschäftigen und da­bei die Planungs- und Nutzungsvatianten erörtern. Die Frage sei, ob eine Mehrzweck­halle mit sportlicher Nutzung oder eine Kulturhalle entste­hen soll. Für ihn werde dies vom Ergebnis der Sportstät­tenkonzeption abhängen

Ersatz zugesichert

Dass Bottenau einen An­spruch auf identitätsstiftende Räume als Ersatz für den »Weinbergblick« habe, sei für ihn selbstverständlich. »Das Thema muss aber nun bald vom Eis«, betonte er. Vor dem Hintergrund, dass zum zwei­ten Mal kein Zuschuss für dieses Projekt aus dem ELR-Programm gewährt wurde diskutierten die Mitglieder, welche Kriterien das Pro­gramm voraussetzt. Wie Kiefer deutlich machte, sehe sich die Gemeinde in den kommenden zehn bis zwölf Jahren einer Vielzahl wichti­ger Projekte gegenüber, die In­vestitionen von rund 40 Milli­onen Euro erfordern dürften. Als Beispiel nannte er neben einer Halle in Bottenau die Sa­nierung des Gymnasiums und eine Mensa für die Realschu­le. Die Gestaltung der Innen­stadt und Lösungen für Hei­matmuseum, Bahnhof und Stadthalle. Ziel sei es, im Ge­meinderat eine Prioritäten­liste zu erarbeiten. So könne vermieden werden, dass jedes Jahr bei den Haushaltsbera­tungen der gesamte Katalog diskutiert werden müsse.

Planung wird konkret

Auf die Bedeutung der Um­fahrung Zusenhofen und Zu­sagen der Verwaltungsspitze, schon bald konkrete Planun­gen vorzulegen, ging Petra Fi­scher in ihrem Bericht aus dem Ortschaftsrat ein. Die Stimmung im Ortschaftsrat sei gut. Nach dem letzten mo­derierten Grundsatzgespräch sei sie zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit weiterhin funktioniere. Sie lobte auch Ortsvorsteherin Tanja Weinzierle. Angesprochen wurde das Kleinspielfeld und die da­mit verbundene Lärmbelästi­gung für die Anwohner. Der Ortschaftsrat sei sich weitge­hend einig, dass der vorgese­hene Lärmschutzwall die letz­te Investition sein werde, um das Problem zu lösen.

 

Zu Gast Nadine Klasen

Oberkirch hat sehr viel Potential"

Oberkirch (m). Zu ihrer Mitgliederversammlung am Mittwochabend im "Gaisbacher Hof" hatte der SPD-Ortsverein auch Nadine Klasen eingeladen, die seit rund einem halben Jahr für die Wirtschaftsförderung der Stadt verantwortlich ist. Wie der 1. Vorsitzende Wolfgang Lacherbauer bei der Begrüßung deutlich machte, war es Ziel der Veranstaltung, ihre  Konzepte zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Oberkirch kennen zu lernen und zu diskutieren.

Oberkirch hat sehr viel Potential

Zunächst stellte Klasen drei Handlungsfelder als Schwerpunkte ihrer Arbeit vor. die Bestandspflege, die Standortentwicklung und die Kommunikation. Wichtig sei die Profilbildung und so herauszustellen, was das Besondere an Oberkirch ist, dadurch werde die Identifikation der Einwohner und einheimischen Betriebe sowie die Bekanntheit und Beliebtheit der Stadt auch außerhalb gefördert. Notwendig sei hierzu im Marketing der "Schulterschluss" aller Akteure. Dabei seien stets auch Emotionen im Spiel. Als Beispiel nannte sie die Neugestaltung der Innenstadt, hier solle in der Bevölkerung eine Aufbruchsstimmung erzeugt werden. Das hierzu erforderliche Baustellenmarketing soll in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketingverein erfolgen - von den Informationen im Vorfeld über regelmäßige Interaktionen während der Bauphase  bis zu einem Projektzeitplanmanagement nach Abschluss der Maßnahme. "Der aufgezeigte Abriss an Themen, die für mich mit der Wirtschaftsförderung verbunden sind, ist kein abgeschlossenes Konzept", betonte sie, es werde ständig weiter entwickelt und sei offen für Vorschläge und Anregungen, die eingearbeitet werden können.

"Oberkirch hat sehr viel Potential und auch eine hohe Kaufkraftbindung", betonte Hans-Jürgen Kiefer in der Diskussion und verwies auf zahlreiche Gutachten, die das bereits bestätigt haben. Es gehe nun darum, vorhandene Stärken weiter zu verbessern und erkannte Schwächen zu minimieren. Wichtig sei es, die Zeit der Baustelle in der Innenstadt mit pfiffigen Ideen und Aktionen zu verbinden, hier führte er Beispiele an, die ein Gastwirt während des Baus der Umfahrung umsetzte. Ein wesentliches Ziel der SPD-Fraktion sei die Förderung des Handwerks, der kleinen und mittleren Betriebe - sie schaffen Arbeitsplätze und stellen einen Großteil der Ausbildungsplätze zur Verfügung.

Im Hinblick auf die Innenstadt brachte Günther Peter die Interessen von Vermietern und Mietern gewerblicher Flächen zur Sprache. Oft werden hier Einrichtungen oder Angebote geschaffen, die wenig allgemeines Interesse finden oder schon mehrfach ähnlich vorhanden sind. .Hier wäre es wünschenswert, wenn Veränderungen geplant sind, auch einen „runden Tisch“ mit Anwohnern zu schaffen, wo die Interessen dargelegt werden können. Einen breiten Raum nahm die Diskussion einer „Marktscheune“ ein. Sie sei kontraproduktiv und abzulehnen, wenn sie Angebote aus der Innenstadt abzieht. Sinn mache sie allenfalls, wenn sie über das Angebot im Ortskern informiert und Kunden in die Stadt bringt. Besser sei ein „Markt“ im Sinne einer Art Kaufhalle, in der die ganze Vielfalt unserer regionalen und saisonalen Angebote präsentiert und auch die Gastronomie eingebunden werden kann. Das Spannungsfeld zwischen Gewerbeansiedlung und landwirtschaftlicher Nutzung kam ebenso zur Sprache. Dabei wurde deutlich, dass Gewerbeflächen durch ein Grundstücksmanagement einschließlich tauschfähiger Flächen entwickelt werden müssen. In diesem Zusammenhang kam auch die Anbindung von Gewerbebetrieben in Nußbach  an die B 28 zur Sprache, der geforderte Kreisverkehr wäre auch wichtig für die Umfahrung Zusenhofen. Die Stadt unternehme alles, um diese Umfahrung voranzubringen, betonte Klasen, verwies aber auch auf den Widerstand der Straßenbaubehörde gegen einen Kreisel. Es wäre wünschenswert, sich mit Nachbargemeinden für diese Lösung einzusetzen, betonte Petra Fischer und verwies auf die sehr schwierige Situation in Appenweier bei der Einmündung der Oberkircher Straße von Zusenhofen her in die B3. Wolfgang Lacherbauer bedankte sich bei Klasen für die interessanten Ausführungen und überreichte ihr einen Blumenstrauß.

 

Besuch im HFG

HFG will der Qualität mehr Raum geben

SPD informierte sich über Nutzungskonzept /Neue Lernformen beim Umbau berücksichtigen

Oberkirch (red/pak). Auf Einladung der HFG-Schulleitung  informierten sich am Donnerstag einige Mitglieder der SPD-Fraktion und des Orts­ereinsvorstandes über das zukünftige Nutzungskonzept des Oberkircher Gymnasiums im Zusammenhang mit anstehenden baulichen Maßnahmen.

Schulleiter Peter Bechtold informierte die SPD-Kommunalpoliti­ker Hans-Jürgen Kiefer, Bettina Käppeler und Wolfgang Lacher­bauer (von rechts) über die Pläne des Hans-Furler-Gymansiums

Wie die SPD mitteilt, wurden  dabei einige interessante  Details und Aspekte angesprochen, die deutlich machen, dass aufgrund der veränderten pädagogischen Anforderungen der Flächen- bzw. Raumbedarf nicht nur quantitativ sondern verstärkt auch qualitativ zu bewerten und zu berücksich­tigen sei. Mit der Vielfalt von Lernformen müsse auch eine räumliche Anpassung einher­gehen.

Schulleiter Peter Bechtold und sein Stellvertreter Volker Wacker konnten dies an eini­gen Beispielen aufzeigen. Be­griffe wie Differenzierung, In­dividualisierung, Cluster oder Lernlandschaften sowie auch Inklusion und Teamentwick­lung machten dabei die Runde. Für alle Beteiligten war dieses Gespräch sehr aufschlussreich vor dem Hintergrund der be­vorstehenden Klausurtagung des Gemeinderates.