Oberkircher SPD will eine neue Grundschule bauen lassen

Veröffentlicht am 18.09.2017 in Gemeindenachrichten



Ratsfraktion legte eine Alternative zu den bisherigen Plänen vor / Fraktionsvorsitzender: zukunftsfähiger und kostengünstiger. Aus der Acher-Rench Zeitung

Sehr gut besucht war die Versammlung des SPD-Ortsvereins. Das lag vor allem am Schwerpunktthema des Abends: Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Kiefer stellte ein »alternatives Schulstandortkonzept« vor.


Den anderen Ratsfraktionen und der Verwaltung hatte er das Papier, das im Oktober im Gemeinderat beraten werden soll, bereits Anfang August zur Verfügung gestellt. 

Neben der Sperrung des Pavillons der Grundschule wegen Geruchsbelastung und dem Wegfall von acht Klassenzimmern hatte auch ein weiterer Punkt ein Umdenken bei der SPD ausgelöst. Es zeichne sich ab, dass der ursprünglich für gut  sieben Millionen Euro geplante »Gelenkbau« zwischen Realschule und Renchtalschule, der auch den zusätzlichen Raumbedarf der Schulen decken soll, gewaltige Mehrkosten verursachen dürfte, so Kiefer.

 
Zehn bis elf Millionen Euro Kosten

Die Alternative der SPD: Statt dem von der Stadt vorgeschlagenen Bau einer neuen Turnhalle und zusätzlicher Klassenzimmer an der Stelle des Pavillons sieht sie  den Neubau einer Grundschule auf dem Gelände des Hans-Furler-Gymnasiums vor. Die Kosten werden von Fachleuten auf zehn bis elf Millionen Euro geschätzt. Dies böte die Chance, diese Räumlichkeiten entsprechend moderner pädagogischen Konzepten zu gestalten. Außerdem würde das die Verkehrssituation im Bereich von Schwarzwaldstraße und August-Ganther-Straße entlasten.

Renchtalschule soll umziehen

 In die jetzigen Gebäude der Grundschule könnte die Renchtalschule umziehen, die Räumlichkeiten dürften voraussichtlich ausreichen. Der Schulträger der Renchtalschule, der Kreis, hatte einen Umzug der Schule in der Vergangenheit aber stets abgelehnt.

Gelenkbau der Realschule könnte kleiner ausfallen

Der zusätzliche Raumbedarf der Realschule könnte im jetzigen Renchtalschul-Gebäude gedeckt werden, so dass der teure Gelenkbau in der jetzigen Größenordnung nicht mehr gebaut werden müsste, sondern auf den notwendigen Mensabereich abgespeckt werden könnte. 

Neue Parkplätze in der August-Ganther-Straße

Eine weitere Turnhalle werde gebraucht, aber nicht unbedingt in den beiden nächsten Jahren, zumal die Stadt mit der Sanierung des Hans-Furler-Gymnasiums ein weiteres Großprojekt zu stemmen habe. Auf der Fläche des jetzigen Pavillons könnten zentrumsnah rund 35 Parkplätze entstehen. 

Auch auf Hindernisse, die sich bei der Umsetzung des alternativen Konzepts zeigen könnten, ging Kiefer ein. Er nannte die bereits in Gang gekommenen Planung auf dem Gelände der Realschule und  den Ausstieg aus bestehenden Verträgen. 

Gleichzeitig forderte er dazu auf, mögliche Probleme nicht künstlich aufzubauschen, sondern das vorliegende Konzept vorurteilsfrei und ernsthaft zu diskutieren. »Wir brauchen die Bereitschaft und den Mut, in der Oberkircher Schullandschaft umzudenken«, forderte er. Das Konzept sei eher kostengünstiger als die derzeitigen Ansätze und mit Sicherheit deutlich zukunftsfähiger. Von den Zuhörern erntete das Konzept Beifall.

Autor:
Patric König