Ein Bekenntnis zum Tierschutz

Veröffentlicht am 29.08.2017 in Presseecho

Ute Vogt und Elvira Drobinski-Weiß schauen sich die Freilandhaltung im Hofgut Silva in Hesselbach an.

Nicht zuletzt durch eine SWR-Sendung vor zwei Wochen wurde das Hofgut Silva mit seiner Freilandhaltung von Schweinen einem breiten Publikum bekannt. Beeindruckend für Besucher ist die artgerechte Haltung der englischen Freilandrassen Berkshire und Tamworth. Treffen in Hesselbach auf dem Hofgut Silva: (vorne, v. l.) Ursel Wohlfarth, Elvira Drobinski-Weiß und Ute Vogt. © Peter Meier

Die Bundestagsabgeordnete und SPD-Kandidatin der Ortenau Elvira Drobinski-Weiß, und Ute Vogt, ....

ebenfalls MdB und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion für die Bereiche Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie Ernährung und Landwirtschaft kamen am Donnerstag auf das Hofgut.

»In der SPD-Fraktion hat das Tierwohl einen sehr hohen Stellenwert«, betonte Ulrike Vogt nach der Begrüßung durch Ursel Wohlfarth, die gemeinsam mit ihrer Tochter Judith das Hofgut 2013 aufbaute und seither bewirtschaftet. Bei der Haltung in menschlicher Obhut sei es wichtig, dass die Bedürfnisse von Tieren berücksichtigt werden. Dabei sollten die Haltungsbedingungen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kontinuierlich optimiert werden.

Ursel Wohlfarth stellte beim Rundgang durch das 13 Hektar große Gelände einige Grundsätze aus der Philosophie des Hofguts vor. Artgerecht sei eine Tierhaltung, wenn das Tier seine natürlichen, instinktiven und erlernten Verhaltensweisen ausleben kann – und beim Schwein bedeutet das, dass es vor allem ausreichend Platz hat, dass es suhlen und wühlen kann und im Sozialverband lebt.

Wohlfarth zeigte auf, wie sauber diese Schweine sind und welch ein ausgeprägtes Sozialleben sie haben. Lebende Tiere werden nicht verkauft, so Wohlfarth, die Schlachtungen seien nicht angenehm, aber notwendig und erfolgen im kleinen Schlachthof in Oberkirch.

Kleine Schlachthöfe

In diesem Zusammenhang ging Drobinski-Weiß auf das Problem der Konzentration von Schlachthöfen ein. Hier zeige sich, wie wichtig kleine Schlachthöfe seien, auch wenn nur noch ein Schlachttag pro Woche stattfinde. »Die SPD-Bundestagsfraktion ist treibende Kraft für mehr Tierschutz«, betonte sie und verwies darauf, dass der Tierschutz als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen wurde.

Unverzichtbar sei aber, dass bei allen Haltungsformen von Tieren in der Landwirtschaft die arteigenen Bedürfnisse respektiert werden. Die Verbesserung des Tierschutzes in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung bilde für die SPD eine Grundlage für ihr Ziel einer umwelt- und ressourcenschonenden Landwirtschaft.

Autor:

Peter Meier