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Gratulation zur Wahl der Ortsvereinsspitze, von links Wolfgang Ducksch, Elvira Drobinski Weiß (MdB), SPD-Landtagskandidat Uwe Hengherr und Britta Jung

 

In schwarzer Landschaft rote Punkte setzen"
Oberkirch (m). Eine nicht gerade einfache Situation des SPD-Ortsvereins konnte in der Mitgliederversammlung am Mittwochabend in der "Oberen Linde" doch noch einer Lösung zugeführt werden. "Ursprünglich wollte ich nur für eine überschaubare Zeit dieses Amt übernehmen", rief der 1. Vorsitzende Wolfgang Ducksch in Erinnerung, zwischenzeitlich seien 12 Jahre daraus geworden und er wolle nicht mehr kandidieren. Nachdem er dies bereits im Vorfeld angekündigt hatte, folgte die intensive Suche nach einer Alternative, die aber ergebnislos blieb. Angesichts dieser Sachlage erklärte sich Ducksch bereit, vorerst weiter zur Verfügung zu stehen. Voraussetzung hierfür war, dass der nach dem Wegzug seiner bisherigen Stellvertreterin Carla Ritter-Just seit Monaten unbesetzte Posten wieder ausgefüllt wird mit einer Person, die ihn vor organisatorischen Aufgaben entlastet. Britta Jung erklärte sich bereit, für den 2. Vorsitz zu kandidieren, die übrigen Mitglieder des Vorstandes wollten sich erneut zur Verfügung stellen.
In einem kurzen Rückblick auf die drei Jahre seit der letzten Generalversammlung erinnerte Ducksch an zahlreiche Aktivitäten, an Mitgliederversammlungen zu kommunalpolitischen Themen, aber auch zu Aspekten der Bundes- und Landespolitik, an ein Grillfest, bei dem auch langjährige Mitglieder geehrt werden konnten und eine Matinéeveranstaltung in der Mediathek. Ein akzeptables Bild zeigte der Kassenbericht, den Ursula Kappler vorlegte. Für die Kassenprüfer bestätigte Wolfgang Lacherbauer eine solide Arbeit der Kassiererin, ihre und die Entlastung des gesamten Vorstandes erfolgten einstimmig.
Es folgte eine Diskussion über sozialdemokratische Akzente in der Kommunalpolitik, die Rolle von Fraktion und Ortsvereins-Vorstand sowie Möglichkeiten, sich zur Bündelung der Kräfte mit benachbarten SPD-Ortsvereinen zusammen zu schließen. Entscheidend sei es, vor Ort Antworten auf die Herausforderungen der Kommunalpolitik zu finden, so die Bundestagsabgeordnete und SPD-Kreisvorsitzende Elvira Drobinski-Weiß. "Wir sollten in dieser schwarzer Landschaft durchaus rote Punkte setzen", betonte sie. Erstmals seit 60 Jahren biete sich eine realistische Chance für die SPD, in einem wertkonservativen Land wie Baden-Württemberg eine Regierungsbeteiligung ohne die CDU zu erreichen. So sah es auch Uwe Hengherr, Landtagskandidat unseres Wahlkreises. "Wir haben eine Chance, schwarz-gelb abzulösen", betonte er und appellierte an die Mitglieder, ihn deshalb im Wahlkampf kraftvoll zu unterstützen.
Im Bericht aus der Fraktion ging Hans-Jürgen Kiefer auf die Gründung der Renchtaltourismus-GmbH ein und warf der Verwaltung vor, zu spät mit den Wirten das Gespräch über das Konus-System aufgenommen zu haben. Den möglichen Kompromiss, die GmbH zu gründen und Konus und Kurtaxe ein Jahr später einzuführen, da zahlreiche Oberkircher Wirte bereits Preislisten ohne diese Zusatzleistungen verschickt hatten, scheiterte am Widerstand von Oppenau und Lautenbach. Derzeit sei die GmbH noch ein "zahnloser Tiger", ein Geschäftsführer wird erst zum 1. April eingestellt, rund 10 Bewerbungen für diese Aufgabe liegen bereits vor. Insgesamt gebe es noch viel Regelungsbedarf, betonte Kiefer, der Teufel stecke da noch in zahlreichen Details. Abschließend bot er den Mitgliedern an, zur Verbesserung des Informationsflusses mittwochs vor Sitzungen des Gemeinderats an den Beratungen der Fraktion, teilzunehmen, so lange über öffentliche Sachverhalte diskutiert wird.
Infobox_ Neuwahlen bei der SPD Oberkirch
Jeweils ohne Gegenstimmen wurden Wolfgang Ducksch zum 1. Vorsitzenden und Britta Jung zu seiner Stellvertreterin gewählt, sie übernahm gleichzeitig auch das Amt als Schriftführerin. Kassenwartin blieb Ursula Kappler, als Beisitzer wurden Gerd Schwarz, Irene Peter und Binja Baumann, als deren Stellvertreter Günter Peter und Sigrid Schweiker gewählt. Als Fraktionsvorsitzender gehört Hans-Jürgen Kiefer kraft Amtes dem Vorstand an. Als Kassenprüfer wurden Günter Peter und Bettina Käppeler gewählt. Kreisdelegierte werden Gerd Schwarz, Ursula Kappler, Sigrid Schweiker und Reiner Damoisy sein, Ersatzdelegierte Britta Jung und Hans-Jürgen Kiefer.
 

 

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